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bonalifestyle-Ausgabe 1 | 2019

BEWEGUNG HOTELLERIE Che

BEWEGUNG HOTELLERIE Che In den letzten Jahren hat sich in der Hotellerie viel getan, viel verändert. Disruptive Technologien prägten nicht nur die Branche, sondern auch die Bedürfnisse und Erwartungen der Gäste. In der Schweiz und international. 28 29 LIFESTYLE bona SIMONE LEITNER

Die bahnbrechenden Technologien kamen ck-in nem Hotel tatsächlich zu Hause zu fühlen? Wie men nicht aus der Hotellerie. Jedoch haben sie zwar nicht aus der Hotellerie, haben die Bran- werden aus Hotelgästen Nachbarn? Wie müsste viele neue Möglichkeiten für unsere Branche ADOBE.STOCK.COM che aber revolutioniert. Beat Kuhn ist Managing Director von SV Hotel und hat die Hotellerie, die Innovationen und die Veränderungen seit über 25 Jahren hautnah miterlebt und mitgeprägt. Hotels zu führen, sei aber weit mehr als ein Business, es sei eine Leidenschaft, sagt Kuhn. Mit Marriott International ist SV Hotel die weltweite Nummer eins im Hotel-Business als Franchise-Partner. Nach Meilensteinen wie der Marken-Lancierung «Courtyard by Marriott» in der Schweiz und der Eröffnung des europaweit ersten «Residence Inn by Marriott» in München stehen die Zeichen auf Expansion mit neuen Konzepten im Bereich Economy Lifestyle und Extended Stay. Und damit die erste Frage an Beat Kuhn: bonalifestyle Was bedeutet für Sie heute Innovation in der Hotellerie? Beat Kuhn Für uns bedeutet Innovation definitiv, Gästebedürfnisse zu erkennen und bestehende Konzepte zu hinterfragen. Es geht aber auch darum, intuitive Lösungen für den Gast zu finden, um einen tollen Aufenthalt zu ermöglichen. Mit unserer Eigenmarke «Stay KooooK» versuchen wir, Antworten auf folgende Fragen zu finden: Wie wollen wir wohnen, wenn wir auf Reisen sind? Was ist nötig, um sich in ei- ein Hotelzimmer gestaltet sein, um mehr als nur ein Raum zu sein? Ist Individualität ein treibendes Thema? Genau, die Fragen deuten es an: Innovationen sollten sich auch um Individualität drehen. Die Gegebenheiten spielen bei Innovationen heute eine bedeutende Rolle. In Städten wird es zunehmend schwieriger, Hotels an zentralen urbanen Standorten zu eröffnen. Es gibt immer weniger Platz, und die Objekte werden zunehmend kleiner. Das Stichwort ist Flächeneffizienz und Individualität, ohne dabei Kompromisse einzugehen. «Stay KooooK» passt sich diesem Trend an. Wir ermöglichen eine optimale Flächennutzung auf rund 22 Quadratmetern und benötigen somit kein Erdgeschoss. Grundsätzlich ist es bei Innovationen in der Hotellerie wichtig, die richtige Kombination aus Gästebedürfnissen, intuitiven Lösungen und Adaption der Gegebenheit zu finden. Glauben Sie, die Hotelbranche ist derzeit mehr in Bewegung als noch vor 10, 15 Jahren? In den letzten Jahren hat sich viel getan. Viele disruptive Technologien haben sich entwickelt und die Bedürfnisse und Erwartungen der Menschen geändert. Diese Innovationen ka- mit sich gebracht. Generell haben sich auch die Gästeerwartungen verändert. Die Hotels passen sich nun viel mehr an die Wünsche der Gäste an, was zur Folge hat, dass sich viele Nischenkonzepte entwickelt haben. Wo werden diese Neuerungen sichtbar? Diese Veränderungen sieht man auch in den Hotelzimmern. Im unseren «Moxys» zum Beispiel gibt es keine Telefone mehr. Vielmehr verwenden unsere Gäste eine App auf ihrem eigenen Handy, um mit der Crew zu kommunizieren. Via Screenmirroring vom Handy auf den Fernseher wird das eigene Fernsehprogramm von Netflix & Co. gezeigt. Gibt es auch Bereiche, die sich nicht verändert haben? Was sich nicht geändert hat, sind die Grundbedürfnisse wie Schlafen, Duschen und Konnektivität. Das Angebot in diesem Bereich sollte top sein. Wie stark dominiert denn die Digitalisierung, die moderne Technologie die neuen Hotelkonzepte? Technologie wird zunehmend zur Selbstverständlichkeit. Über WLAN müssen wir gar nicht